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Die Basis des Make-Up
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Zeichnung (180) aus DIE BASIS DES MAKE-UP
Zwei nackte deutsche Spione im Mittelmeer, die von einer glatzköpfigen Frau beobachtet werden. Sie läßt sich beim Betrachten der Wellenberge lange Haare wachsen. Die Männer bekommen nichts mit. Lynne Tillman: "The woman, who was naked, looked like a figure from a seventeenth century Japanese drawing. That she was naked made me think she might be from the north of Germany or further, perhaps Sweden. She stopped looking naked after I thought that. A thought something like 'Nudity is permissible in northern countries.' I didn't wonder why but turned instead to look at a man I thought of as the tourist. He was so well-prepared for travel that, even though he too was naked, he wore a cap. He might play golf, I imagined. My friend was looking angrily at the tourist who, in his effort to capture the ocean, which is how I figured he might put it to the folks back home, was taking his picture too. He always said what everyone who doesn't like having their picture taken says - primitive people think their images being stolen - implying that he too felt like that. He was not like that - primitive - about anything but photography, although the only movies he liked were Westerns, which he said were Wittgenstein's favorites, an odd position for a primitive, I told him." (1976) |
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Zeichnung (181) aus DIE BASIS DES MAKE-UP
"Text under construction" Häusliche Szene in Red Hook, Brooklyn, 1975. Ich schließe die Tür meines Kühlschranks. An der Wand hängt eine Postkarte mit der Reproduktion des Gemäldes Room at the Sea von Edward Hopper. Die Profile von Marcia Bronstein und Silke Grossmann in Marx–Engels–Formation mit einem Sack Zwiebeln auf den Köpfen. In ihren Portraits die Konturen der Glasscherben, die auf dem Vordach von 100 Hudson Street aufgestellt standen. Ein Text namens Der Eisschrank als Hausorgan von Frieda Grafe erschien am 23. März 1985 zum Film Die Basis des Make-Up in der Süddeutschen Zeitung. (1978) |
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Zeichnung (182) aus DIE BASIS DES MAKE-UP
"Text under construction" Red Hook. (1978) |
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Zeichnung (183) aus DIE BASIS DES MAKE-UP
"Text under construction" Der Füller. (1984) |
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Zeichnung (184) aus DIE BASIS DES MAKE-UP
"Text under construction" Le zjell, la kamelle, la mähr. (1983) |
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Zeichnung (185) aus DIE BASIS DES MAKE-UP
"Text under construction" Ich lösche deine Flammen mit meinem Blut. (1984) |
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Zeichnung (186) aus DIE BASIS DES MAKE-UP
"Text under construction" Mission District. (1976) |
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Zeichnung (187) aus DIE BASIS DES MAKE-UP "Selbstportrait in einer Drehpause zu einem Porno in San Franzisko im Sommer 1975. An der Wand des Drehortes, einem Apartment im Mission District, Vladimir Tatlins Entwurf für eine Skulptur, die die III. Internationale preisen sollte - ein Bild, das ich damals immer bei mir hatte. In meinen Notizen aus jener Zeit tauchen außer Buster Keaton, Jack Smith und Josef von Sternberg kaum Filmemacher auf. Als bildende Künstler neben Tatlin nur Francis Picabia, Alexander Rodtchenko, Edouard Vuillard und El Lissitzky. Dafür aber viele Schriftsteller, so als sei in der Literatur ein größerer Fundus an Modellen für die Lösung der auch im Film virulenten logischen Probleme bei der Darstellung simultaner Ereignisse aufzufinden: Gustave Flaubert, Philip K. Dick, Arthur Rimbaud, Marcel Proust und immer wieder Edgar Poe - 'I have graven it within the hills, and my vengeance upon the dust within the rock', die anonyme Inschrift in der Höhle eines Felsenmassivs am Südpol. Allan, der Name seines verhassten Stiefvaters, bleibt weg." (Aus: arsenal, mai 10).
(1976) |
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Zeichnung (188) aus DIE BASIS DES MAKE-UP
"Text under construction" Hotelserviette. (1976) |
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Zeichnung (189) aus DIE BASIS DES MAKE-UP
"Der Großbuchstabe 'A', zu 25 Prozent gemorpht zu einem 'B', vor Details aus Édouard Vuillards Gemälde Mallarmés Haus von 1896. 'Alphabet' ist ein Wort, das in sich die Namen der ersten beiden seiner Buchstaben aneinanderreiht und den Fortgang seiner Bedeutung voraussetzt. 'ABC' zu sagen, wäre nur knapper, deutlicher und aufdringlicher. Was sich im Alphabet noch verstecken könnte, hat im ABC kaum noch eine Chance zu erscheinen. Die Rückenlehnen der hölzernen Bürostühle der Sprecherinnen der französischen und deutschen Wörter im Film Demon verschwinden hinter der Skyline und die der Sprecherin der englischen an der unteren Bildkante. Der Bug eines Schiffsrumpfes mit einem stilisierten Anker links und einer Ankerkette rechts ragt aus der gallertartigen Wassermasse eines Hamburger Hafenbeckens. Daraus auftauchend die Statue des guten und weisen Cimoyok - ein Feld- und Wald-Gott der ältesten Bewohner der Ostseeküsten - in roher Machart aus verschieden großen, aneinander befestigten Stücken eines Baumstammes gefertigt." (Aus: flypaper #5, 2010). (1993) |
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Zeichnung (190) aus DIE BASIS DES MAKE-UP
"Berlin, 1993, das Ende einer Bewegung. Zwei Spaten und eine Mistgabel aus der Werkzeugsladen-Sequenz des Filmes Demon. Ein 'B', das noch zu einem Viertel aus einem 'A' besteht. Dahinter ein Schiffsbug mit der Silhouette eines Ankers. Zwei letzte Streichhölzer in einem Folder auf der Silhouette des Grabsteines von Georges Rodenbach auf dem Friedhof Père Lachaise in Paris. Auch der Bronzearm mit der Rose gehört zu seinem Grab. Sie wird uns aus dem Innern eines Steinblocks zugereicht. Hinter einer Reling das Nebengrab in der Gestalt einer steilen, nubischen Pyramide mit einer glatten Fassade und einem Inneren aus Müll. Die intellektuellen Sackgassen der Märtyrerreligionen erregen mit ihren Destruktionsszenarien weltweite Anerkennung, die self-fulfilling prophecy als Lohn Gottes. Daß man uns in Zukunft bedauern wird, unter den Bedingungen dieses tribalen und völkischen Schwachsinns gelebt haben zu müssen, ist kein Trost. Bis dahin reicht man sich Pyramiden weiter, voller Reliefs mit nicht mehr zu entziffernden Codes." (Aus: flypaper #5, 2010). (1993) |
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Zeichnung (191) aus DIE BASIS DES MAKE-UP
"Text under construction" Wüste, englisch, NYC 1974, mit Halbschatten eines verzerrten, fliegenden Teppichs. Adverbien als exaltierte Zeiteigenschaften. Negativ eines fliegenden Geräuschteppichs. Eingang zur Übersetzungsproblematik. (1997) |
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Zeichnung (192) aus DIE BASIS DES MAKE-UP
"Text under construction" San Gimigniano. (2007) |
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Zeichnung (193) aus DIE BASIS DES MAKE-UP
"Text under construction" Weiße Weste. (1993) |
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Zeichnung (194) aus DIE BASIS DES MAKE-UP "Ein italienischer Fußballspieler im Adidas-Trikot vor einem Set Küchentabletts. Darüber eine Skizze altägyptischer Methoden, den Stand des Mondes zu berechnen. Wie absurd, daß Sportler nicht gedopt sein dürfen. Werden demnächst auch Dopingkontrollen bei Musikern, Schauspielern und Soldaten eingeführt? Es würde dann auch faire Musik, faires Theater und faire Kriege geben. Logisch sind die Olympischen Spiele der Gedopten der einzig mögliche und wünschenswerte Ausweg aus den albernen Verstrickungen, in die sich diejenigen hineinbegeben müssen, die ihren Körper freiwillig für uns aufopfern und als Freaks vor unseren Augen verbrennen wollen. Bis zur Einführung dieser Spiele sind wir, wie Lynne Tillman über das eingestandene Begehren schon sagte, 'betrogen, im Sinne von verraten.' Vor dem Unterhaltungswert solcher Spiele und ihren Einschaltquoten zittern schon jetzt die 'öffentlich-rechtlichen Anstalten' - und die Anti-Doping-Beauftragten, die sich einen neuen Kontrollzusammenhang als Lebensunterhalt ausdenken müssten." (Aus: arsenal, september 10).
(1978) |
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Zeichnung (195) aus DIE BASIS DES MAKE-UP "Der Versuch, ein Geräusch zu zeichnen: die Demonstration eines Ginsu-2000-Messers, mit dem man Blechdosen zerschneiden kann. Ein japanisches Jagdflugzeug aus dem Zweiten Weltkrieg im Anflug auf die Silhouette eines jungen Bordschützen im ready room des Flugzeugträgers USS Ticonderoga, am 5. November 1944 irgendwo in der Philippinischen See. Sein Kopf ist voll von Motorengeräuschen. In seinen Schattenriß sind Aufzeichnungen über staatlich ausagierte Sexualphantasien beim Verbrauch junger Soldatenkörper eingebrannt. Wer wird zum Opfer erklärt, und was befruchtet den überlebenden Admiral? Immer wieder die Utopie, aus der eigenen Haut fahren und in einer anderen Zeit leben zu können. Unten zwei Narzißten beim Gay-Tea-Dance im Berliner Metropol, Ende der 80er Jahre, als die nackte männliche Brust in den Medien der westlichen Welt mit der weiblichen gleichzog. Der Tanz bestand darin, so als konkave Spiegelfläche aufzutreten, daß sich irgendwo im leeren Raum ein Brennpunkt realisierte. Und das Geräusch wurde zu Musik." (Aus: arsenal, april 10).(1994) |
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Zeichnung (196) aus DIE BASIS DES MAKE-UP "Der Grundriß der von Richard Neutra 1935 im San Fernando Valley erbauten Villa für Josef von Sternberg. Die schwarzen Ovalausschnitte sind Pools oder Teiche für exotische Fische. Navy-Piloten der benachbarten Fliegerhorste benutzten die im Grundriß dem Deck eines Flugzeugträgers ähnelnde Villa als Anflugsziel bei ihren Bombenabwurfsübungen. Sternberg verkaufte die Villa wegen der ständigen Lärmbelästigung. Außerdem wollte er nicht im Traum eines anderen leben. Damit war Richard Neutra gemeint – ein hübscher Einwurf gegen eine megalomanische architektonische Moderne. Davor ein junger Bordschütze, am 5. November 1944 von Wayne Miller auf der USS Ticonderoga fotografiert, dem Tag, an dem er mit seinen Kameraden Manila bombardieren sollte. Ein Jagdflugzeug wird sich in sein Ohr bohren. Auf dem Ärmel seiner Uniformjacke das Abbild einer anderen, vom Bundesgrenzschutz konziperten Jugend: ein Mitglied der GSG 9, mit Maschinenpistole im Anschlag." (Aus: arsenal, märz 09).
(1994) |
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Zeichnung (197) aus DIE BASIS DES MAKE-UP
"Text under construction" 10% minus 5% gleich 5%. (1994) |
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Zeichnung (198) aus DIE BASIS DES MAKE-UP
"Text under construction" Shinto Shrine. (1994) |
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Zeichnung (199) aus DIE BASIS DES MAKE-UP "Lost moving, unterwegs verloren gegangen: der 'Volksschauspieler' und Poet Bernd Broaderup und der Musiker Volker Peters vor einem Backofen aus Stein, in dem Einwickelfolie für Schokolade verbrannt wurde. Das war bei Probeaufnahmen zu Die letzten Geheimnisse der Republik, irgendwann in den 80er Jahren in der Nähe von Wilhelmshaven. Wir hatten gerade unsere Sachbearbeiter bei der KSK aufgesucht. Der Film, meine Arthur-Gordon-Pym-Version, ist immer noch nicht realisiert, und Bernd ist schon 17 Jahre tot. Man hätte mit ihm um die Welt reisen können, aber er wollte nicht, so sind wir zu Hause geblieben. In Der Zynische Körper spielte er seine letzte Rolle – Rob, eine Romanfigur. Das Ungeheuer aus dem Poe-Roman spuckt eine Weltkugel aus, der Jet war 1976 das Logo einer Billigfluglinie. Dazu das gekappte Unendlichkeitszeichen, der Grundriß einer Höhle am Südpol, einer der Drehorte für die Darstellung einer Welt, die sich damals noch BRD nannte." (Aus: arsenal, dezember 08).
(1993) |
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