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Zeichnung (101) aus DIE BASIS DES MAKE-UP
"Ein Vexierbild: Josef von Sternberg und Frieda Grafe auf dem Flughafen München Riem im Februar 1969 am Ende seiner letzten Reise nach Europa. Die Portraits sind in positiv und negativ eingefügt in die Umrisse von Trinkgefäßen und Rasierzeug auf der Photographie Glas und Glück, die Elfi Mikesch mir 1994 geschenkt hat. Der kreisrunde Stempel mit dem persönlichen Emblem von Sternbergs und seine Unterschrift 'Jo' erscheinen hier eiförmig verzerrt auf der Silhouette einer Glaskaraffe. Auf deren Hals eine blutende Rasierschnittwunde, links daneben der Mund eines Rauchers mit Zigarette. Im Hintergrund, auf allen drei möglichen Achsen gespiegelt: QUETYALCOATL, die Schlange der grünen Feder, der König der Azteken, der Gott der Luft und des Tages, verjagt von seinem Bruder, dem Gott der Nacht. Seine Rückkehr wurde aus Westen erwartet. Die aus Peru anrückenden Spanier wurden in ihren glänzenden Rüstungen mit ihm verwechselt, mit Gold überhäuft und begannen dann mit den Raubzügen, deren Beute zur Grundlage der europäischen Währungssysteme wurde." (Aus: Schwarze Blöcke, SchwarzHandPresse 2010). (1997) |
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Zeichnung (102) aus DIE BASIS DES MAKE-UP
"Das Modell einer Nervenzelle, aufsteigend aus einem Sarg, den zwei Träger aus einem Fahrzeug heben. Anschnitte des arabischen Ornaments Akanthus in der Nervenzelle und im Fenster des Leichenwagens. Im Kern der Zelle der nackte Leib meines Vaters im Zweiten Weltkrieg, in Polen oder Rußland fotografiert. Unten seine von mir durchgestrichene Beschriftung eines Sammelordners für die von ihm abonnierte Zeitschrift Der Garten als Jungborn. Wer das Privileg genießt, im Frieden zu sterben, hat die Zeit, zuvor aus Wut über den bevorstehenden Tod den eigenen Garten zu zerstören. Hier aus dem Boden gerissene und dem Garten entfernte Bäume: Eiche, Weide, Buche und Birke. Josef von Sternberg und Frieda Grafe 1969 auf dem Münchener Flughafen Riem während seiner letzten Europareise. Er hat schon das Flugticket in der Hand. Freundschaft bedeutet, in Gedanken und Tun ernstgenommen zu werden, und mit beiden habe ich es erlebt, aktiv und passiv, bekannter- und unbekannterweise. Wir reden noch viel miteinander, das heißt, ich höre in mir ihre Stimmen." (Aus: Schwarze Blöcke, SchwarzHandPresse 2010). (1997) |
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Zeichnung (103) aus DIE BASIS DES MAKE-UP
"Text under construction" Definitivo. (1997) |
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Zeichnung (104) aus DIE BASIS DES MAKE-UP
"Text under construction" The Last of Birnam Wood. (1997) |
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Zeichnung (105) aus DIE BASIS DES MAKE-UP
"Text under construction" Set und Entwurf von Tide, ein 180-Grad-Schwenkfilm. Objekte in einer sich verzerrenden und entzerrenden Landschaft. Dagegen eine Kugel, in die man seinen Kopf steckt. PHI = Put Head In. Durch Sehrohre isolierte Flecken der Welt betrachten. Eine Bank aus Beton und Holz vor einem Birkenstamm. Die Mauer des Sehens. (1987) David Marc druckte die Zeichnung 1995 in seinem Buch Bonfire of the Humanities auf Seite 2 mit der Unterschrift ab: "Happiness must remain an issue", als Einleitung zum Vorwort des Buches. |
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Zeichnung (106) aus DIE BASIS DES MAKE-UP
"Text under construction" Tomas der Zweifler von El Greco läuft mit einem Rechten Winkel herum, der 92 Grad mißt. Die Mauer des Blicks, in der zwei Backsteine für zwei Augen weggelassen wurden. Hinter der Mauer die erste Landschaft des Films Arrowplane, der Wiesenhügel bei Horneburg. Ein Lot weist in einen Eimer mit schwarzem Wasser, davor ein Stab mit stilisiertem Wasser als Sägeblatt. Die drei Arrowplane–Panoramen: Wiese, Stadt und Meer. (1987) |
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Drawing (107) from THE BASIS OF MAKE-UP
A pair of eyes nailed to a wooden cross from the front and back. A meadow near Horneburg from the film Arrowplane with a brick wall as heaven. In addition, a scene at Mönchsteich, the blood, the pulse, the diverted gaze, a note from the summer of 1976: "Today, for the first time, I felt my own pulse in my eyes, a slight rhythmic change of the gaze caused by an artery near the eyeball. We are lying on our backs with eyes half open, looking at the sky and seeing a part of its dark blue through the eyelashes. Above the eyelashes, the eyelids form slides, the colour layers of which consist of fresh blood. The sun is the projector lamp, our retinas projection screens. In between, the lenses, separating the outside and inside like two types of beyond. The gaze, when we open our eyes, runs in variable paths and knows no defined direction. Not to be confused with watching a film, in which the dancing grains do the work for the gaze." (From: arsenal, juli august 10). (1987) |
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Zeichnung (108) aus DIE BASIS DES MAKE-UP
"Text under construction" Ein Augenkreuz in einem überdimensionalem Fingerabdruck. Ein Sternenhimmel in einem Schreibheft. Eine Gabel mit verbogenen Zinken. Der 90 Grad Sonnenstand zu Mittag in den Tropen. Der Stamm einer Birke. Lagerhäuser im Hamburger Hafen und ein Elbeseitenarm, der Set des Films Tide, 1974.(1987) |
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Zeichnung (109) aus DIE BASIS DES MAKE-UP
"Text under construction" Ein Ornament in einem persischen Gartenteppich aus dem 18. Jahrhundert, das Bewässerungskanäle darstellt. Der visuelle Score des Films Arrowplane, die Verschiebung zweier gleichzeitiger 180-Grad-Schwenks ineinander. Unten Reste des Tide–Drehortes im Hamburger Hafen. Ich selbst bei den Dreharbeiten zum Film Schenec-Tady im Taunus, 1973. Eine Plastikhülle schützt die Kamera vor Regen, der Hebel dient zum Verstellen der Brennweite. Die scharze Kelle deckt das Objektiv ab für die Aufnahme der jeweils sechs Schwarzbilder, in die das seitenverkehrte Negativ der sechs vorangehenden Bilder einkopiert wurde. Die Natur bringt einen Berg hervor, so die Zeichnung im Abschlußbericht einer Reisegruppe der Hamburger Baubehörde nach Mittelamerika.
(1988) |
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Zeichnung (110) aus DIE BASIS DES MAKE-UP Die Geometrie erzeugt eine Pyramide, so die weitere Skizze von Mitarbeitern der Hamburger Baubehörde (siehe 109). Ein weiteres Detail des persischen Gartenteppichs. Der Score des Films Schenec-Tady mit dem 360-Grad-Panorama des Hasenkopfes im Taunus, wo der Film 1973 aufgenommen worden ist. Ich selbst als Waldschrat mit verhülltem Kopf, Hockeyschläger und Holzschuhen.(1988) "Ich habe die Partitur für das Filmprojekt, das später den Titel Schenec-Tady bekam, nach einer langen Experimentierphase im Herbst 1972 geschrieben. Drei Filme sind aus diesem Scores hervorgegangen. Zwei davon – Schenec-Tady I und III – wurden vom 28. März bis 2. April 1973 auf dem Hasenkopf im Taunus, auf einer Waldlichtung, die für ein zukünftiges Wasserwerk geschlagen worden war, in Schwarzweiß aufgenommen. Den dritten Film, Schenec-Tady II, habe ich in Farbe in einer Dünenlandschaft nahe Oksboel in Dänemark gefilmt, wahrscheinlich im Herbst 1973. Zwei weitere Filme, Arrowplane und Tide, deren Scores als Unterthemen der Schenec-Tady–Serie den Horizontalschwenk direkt abhandeln, sind erst im ersten Halbjahr 1974 in Hamburg und Dänemark entstanden... |
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Zeichnung (111) aus DIE BASIS DES MAKE-UP
Hamburg, 1983. Der gerahmte Score zum Film Schenec-Tady III in einem Zimmer an der Eppendorfer Landstraße im Frühjahr 1974. Schwarze und weiße Stoffetzen an der Wand und auf der Haut eines nackten Maori-Kriegers, der zum Schleudern eines Wurfspiesses ansetzt. Eine Pyramide aus Stäben über einem Schiffsacker. Ein Zelt aus dreckiger Bettwäsche in Gedenken an Alfred Hitchcock. (1983) |
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Zeichnung (112) aus DIE BASIS DES MAKE-UP
"Text under construction" Achim, Ende der 50er Jahre. Ich baue mir ein Kamera-Stativ aus drei Bambusstöcken und eine Filmkamera aus einem Schuhkarton. Der Pappkern einer Toilettenpapierrolle bildet das Objektiv. Wir beginnen mit der Wiederverfilmung von Josef von Sternbergs Dishonoured auf dem Bahndamm. Das zeltförmige Alfred-Hitchcock–Memorial nah mit einer Sahnetüte querab. Auf dem Stoffbezug des Memorials ein Triple-Portrait von Sergei Eisenstein, Josef von Sternberg und Marlene Dietrich. Im Hintergrund die Aufführung von Schenec-Tady I in einem leeren Kino. (1983) |
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Zeichnung (113) aus DIE BASIS DES MAKE-UP
"Text under construction" Das Naturtheater der Römer, in dem Christen und Gladiatoren vor Zuschauern von wilden Tieren zerrissen wurden. Unten das Panorama, das dem abstrakten Schenec-Tady–Theater zugrunde lag. Vor Wut geballte Fäuste, auf denen die Fingerknöchel weiß hervortreten. White knuckles. Mein Kopf beugt sich mit langen Haaren ins Bild. (1988) |
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Zeichnung (114) aus DIE BASIS DES MAKE-UP
"Text under construction" Dead Fessel of Wegelagerer, deutsch. (1984) |
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Zeichnung (115) aus DIE BASIS DES MAKE-UP
"Text under construction" Ein Pferd hinter einer fortgeschrittenen Augenoperation. Die Landschaft in der Ferne ist die aus dem Film Schenec-Tady I, auf dem Kopf stehend. (1975) "Im Dunkeln sitzen und sich das Gehirn entfalten lassen, als wäre es das Ei, das einer dauernden Befruchtung bedarf. Das Kino war die erste Institution, die massenhaft Zeit- und Raumerfahrungen ermöglicht, ohne daß sich der einzelne Körper an die gezeigten Orte begeben muß. Der Raum kommt zum Körper, nicht der Körper zum Raum. Auch dies führt zum Rausch, zur Sucht auf Erfahrungsbeschleunigung und Verdichtung, auf immer schnelleres Begreifen mit den Augen." (Aus: In Medias Res, 1997). |
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Zeichnung (116) aus DIE BASIS DES MAKE-UP
"Text under construction" Augenoperation am Hasenkopf im Taunus, 1973. Als Vexierbild auf dem Kopf stehend: Rücken, Kopf und Schnauze eines Perdes. Der Wald ein Standbild aus dem Film Schenec-Tady I. Schenectady ist ein indianisches Wort für "Schöne Aussicht". Das Gebäude ist der Unterstand eines Jägers, ausgestattet mit Air-Conditioner, Fernsehgerät und Schaumstoffbett. (1975) Titelblatt zu "The Basis of Make-Up", Raw MailBook Nr. 4, NYC 1979. "Die Augen als Fenster, bei Tag und bei Nacht, den Wechsel des Lichts aufsaugend. Vor der Projektionslampe wird ein durchsichtiger, mit unterschiedlichen Schatten bedruckter Streifen durchgezogen. Das Licht, das durch ihn moduliert die Leinwand trifft, lesen wir als Bewegung, als komponierte Farbe, als Raum, als Reise, als Leben. Wir zwängen uns durch das Gitter der Bilder auf ihre andere Seite, in die Welt der fremden Gehirne, die diese Bilder sahen und erzeugten." (Aus: In Medias Res, 1997). |
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Zeichnung (117) aus DIE BASIS DES MAKE-UP
"Text under construction" Geschlossenes Auge. (1975) |
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Zeichnung (118) aus DIE BASIS DES MAKE-UP
"Text under construction" Offenes Auge. (1975) |
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Zeichnung (119) aus DIE BASIS DES MAKE-UP
"Text under construction" Am Fuji aufgehendes Pym-Logo mit den Resten des Gitters, durch das das Kaninchen starren mußte, als Willy Kühne es schlachtete. Ein Barsoi als Rächer. Vier Sätze auf ihrem Weg in ein Notizbuch. (1977) |
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